Referenz-Technologie, bewusst nicht bewertet
Solr, Elasticsearch, OpenSearch und Vespa sind offene Frameworks, keine fertigen Produkte. Was sie leisten, hängt vollständig von Implementierung, Konfiguration und Team ab. Eine Bewertung wäre daher irreführend.
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Elasticsearch ist eine verteilte Such- und Analyse-Engine, die wie Solr auf Apache Lucene aufbaut und den Kern vieler großer Suchsysteme bildet. Entwickelt wird sie von Elastic (NYSE: ESTC), 2012 in Amsterdam gegründet. Als Herzstück des Elastic Stack zählt sie mit mehreren Milliarden Downloads zu den meistgenutzten Suchtechnologien im Enterprise-Umfeld und ist vor allem für ihre enorme Skalierbarkeit bekannt, die es erlaubt, Petabytes an Daten und Milliarden von Dokumenten zu durchsuchen. Typische Einsatzszenarien reichen von Volltext- und semantischer Vektorsuche über Security-Analytics bis hin zum System-Monitoring, verfügbar für Self-Hosting oder als Managed Service über Elastic Cloud. Ein Hinweis zur Lizenzierung: Elasticsearch ist nicht einfach „Open Source". 2021 wurde Apache 2.0 zugunsten von SSPL und Elastic License aufgegeben, und seit 2024 ist die Software dreifach lizenziert unter AGPLv3 (OSI-anerkannt), SSPL und der Elastic License, wobei Nutzer wählen, welche Bedingungen sie anwenden. Die Standard-Binärdistributionen und die Premium-Funktionen bleiben unter der Elastic License. Für Teams, die Elasticsearch als Backend in ihrer eigenen Anwendung einbetten, besteht praktisch kein Lizenzrisiko; wer es als Managed Service anbietet, sollte eine rechtliche Prüfung vornehmen. Elasticsearch ist eine Infrastrukturlösung, kein fertiges E-Commerce-Suchprodukt. Für Produktsuche, Query-Understanding und Merchandising ist erheblicher Entwicklungsaufwand erforderlich.
Unter den Suchmaschinen ist Elasticsearch der klare Marktführer. Im DB-Engines-Ranking führt es die Kategorie Search Engines an und ist die Standard-Engine, zu der die meisten modernen Anwendungen greifen, wenn sie Suchfunktionalität benötigen. Zudem bietet es wohl das ausgereifteste Hybrid-Sucherlebnis in der Lucene-Familie, mit ausgereiften ML-Pipelines und Kibana zur Visualisierung.
Allerdings ist Elasticsearch eine „Do-it-yourself"-Plattform: Sie liefert die Bausteine, doch zusammensetzen muss man sie selbst. Das steht im Gegensatz zu Search-as-a-Service-Plattformen wie Algolia oder Constructor, die ein möglichst fertiges Ergebnis bereitstellen. Außerdem steht Elasticsearch dem eigenen Open-Source-Fork OpenSearch gegenüber, der vollständig unter Apache 2.0 lizenziert bleibt und Sicherheitsfunktionen mitbringt, die Elastic hinter kostenpflichtigen Tarifen verbirgt. Für Teams, die gezielt dem Druck kommerzieller Lizenzierung entkommen wollen, ist Elasticsearch lizenztechnisch weniger attraktiv als die komplett offenen Alternativen OpenSearch oder Solr.



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Niederlande
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von The Apache Software Foundation, Vereinigte Staaten
von OpenSearch Software Foundation, Vereinigte Staaten
von Vespa.ai AS, Norwegen